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Wir können was bewegen!

„Warum soll ich etwas ändern, wenn ich alleine sowieso nichts bewegen kann?“ Mit dieser Einstellung kam ich zum Begleittag Brot für die Welt und Nachhaltigkeit der Diakonie Württemberg. Und alleine war ich damit nicht.

Im großen Sitzungssaal des Diakonischen Werks Württemberg wurden wir freundlich empfangen.  „Ola!“, begrüßte uns Zuli Cac, die uns im Rahmen des Begleittages über die Verhältnisse in Südamerika  informierte. Sie kommt aus Guatemala und war ist paar Monate in Deutschland, um sich hier freiwillig zu engagieren und von den Umständen in ihrer Heimat zu berichten. Da sie nur Spanisch konnte, übersetzte uns Mareike Erhardt, Referentin von Brot für die Welt, was sie sagte: „Zuli engagiert sich auch in Guatemala ehrenamtlich und arbeitet dort mit Kindern und Jugendlichen. Sie wünscht sich die Möglichkeit, dass junge Erwachsene wie sie, hier in Deutschland einen Freiwilligendienst absolvieren können.“ Zuli erzählte uns von der ILUGUA, der lutherischen Kirche in Guatemala, die Kleinbauern hilft, sich gegen Großgrundbesitzer zu wehren. „Diese nehmen den Bauern ihr Anbauland und Wasser, um Soja auf gerodetem Regenwaldboden zu pflanzen“, übersetzte Mareike. „Die lutherische Kirche hilft, indem sie den Kleinbauern neue Anbaumethoden zeigt, sie bei dem Handel mit dem Angebauten unterstützt und gegen die Großhändler vorgeht.“  Jose Pilar Alvarez Cabrera, oder Don Pilar, wie er liebevoll von den Bauern genannt wird, ist ein Priester der ILUGUA und setzt sich besonders für die Kleinbauern ein. Wegen seiner Initiative bei ILUGUA wird er bedroht und muss vor Übergriffen geschützt werden. Nachdem uns Zuli viel über ihr Land berichtet hatte, war ich richtig erstaunt und auch schockiert darüber, was in Südamerika passiert und wie wenig ich hier in Deutschland davon weiß. Dazu trug auch der Film bei, den wir anschließend sahen. Danach musste ich mich erst mal stärken.

Kaltes Buffet

Zum Mittagessen gab es nicht wie von Seminaren und anderen Begleittagen gewohnt, Pizza oder Spagetti-Bolognese. Nein, unsere Betreuerin des Diakonischen Werks Württemberg, Alissa Dharsano, hatte uns Brötchen, Biogemüse, Biokäse und etwas Biowurst mitgebracht - das meiste aus regionalem Anbau. Alles schmeckte so gut und frisch und jeder konnte sich sein individuelles Sandwich belegen, das war echt klasse. Nebenbei unterhielten wir uns über den Film, den wir davor gesehen hatten und mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Großhändler warfen ihre Ware schon mehrere Tage vor Ablaufdatum weg und feuern ihre Mitarbeiter, wenn sie sich von den unverkäuflichen Produkten etwas mitnehmen. Genauso so schlimm fand ich, dass sogenannte Mülltaucher dafür bestraft werden, wenn sie noch genießbare Ware aus den Mülleimern der Discounter fischen. Dabei fiel mir auf, dass ich selbst zu Hause wirklich wenig wegwerfe und bewusst einkaufe. Auch hinsichtlich der Umwelt konnten viele von uns sagen, dass sie bewusst leben: wenig Auto fahren, wenig fliegen.

Ökologischer Fußabdruck

Nach der Pause zeigte uns Catharina Dreher, eine Sozialpädagogin, anhand von Beispielen und Clips, wie die Industriefirmen und Großhändler den Markt bestimmen und somit auch die Lebensumstände der Arbeiter. Gerade in den USA, wo am meisten CO2 ausgestoßen wird und die Industrie boomt, wissen viele überhaupt nicht, wen oder was sie mit dem Kauf eines Produktes unterstützen. Diese Information schockierte mich,  aber als wir anschließend unseren ökologischen Fußabdruck betrachteten, wurde mir immer klarer, dass wir auch vieles falsch machen. Wenn wir in Europa mit unserem Konsum weitermachen, brauchen wir für den Müll, den wir produzieren und die Ressourcen, die wir verbrauchen, drei weitere Planeten. Als wir am Schluss im Kreis saßen und jeder sagte, was er ändern will, war offensichtlich, dass wir nachgedacht hatten. Für mich heißt es jetzt „Weniger Fleisch!“, weil in der Produktion so viel Wasser und CO2 steckt. Wenn jeder denkt „Alleine kann ich sowieso nichts ausrichten“ wird sich wirklich nichts bewegen. Aber wenn jeder diesen Gedanken aus seinem Kopf schlägt und nur ein bisschen ändert, bewegen wir gemeinsam etwas!

Das Diakonische Werk Württemberg ist als erster Träger des Freiwilligen Sozialen Dienstes (FSJ) in Deutschland von der Agentur QUIFD („Qualität in Freiwilligendiensten“) zertifiziert worden.

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Unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg

 

 

Das Diakonische Werk Württemberg und das diakonische Werk Baden sind Mitglieder der evangelischen Trägergruppe Freiwilligendienste (www.ev-freiwilligendienste.de). Sie führen die Freiwilligendienste auf der Grundlage von gemeinsamen Zielen und Qualitätsstandards durch, die regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden.
 
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