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Ein Experte klärt auf:

 

Was Liebe zu Whiskey mit Öl zu tun hat …

Im Jahre 1859 stießen zwei Amerikaner in Pennsylvania zufällig auf Erdöl. Aber was hatte deren Liebe zu Whiskey mit der heutigen Maßeinheit Barrel zu tun? Und warum so eine fürchterlich krumme Zahl von 159 Litern? Diese und andere Fragen stellte Andreas Zumach, Journalist und Publizist im Rahmen eines Bildungstages für 68 Freiwillige der Diakonie Württemberg, die ihren Starttag nachholten. Beim Thema Öl und Benzinpreis fühlten sich diese direkt angesprochen, aber dennoch wusste keiner die Antwort. Also lag es an dem Experten diese Frage aufzuklären: „Die schwarze Brühe sprudelte nur so aus dem Boden heraus und die einzigen Gefäße, in denen die Soße aufbewahrt werden konnte, waren die leeren 159 Liter Whiskey-Fässer.“ Im Anschluss folgte die Frage aller Fragen: „Wieso ist der Benzinpreis so stark angestiegen?“ Auf diese Frage schien Zumach nur gewartet zu haben. Die Antwort folgt sowohl einleuchtend als auch erschütternd: „Wenn man der Entwicklung des Rohölpreises die Entwicklung des Brotpreises gegenüber stellt, sieht man, dass der Brotpreis vier mal so stark gestiegen ist wie der des Öls, aber darüber beschwert sich nahezu kaum einer.“

Andreas Zumach ist Journalist und Publizist. Er arbeitet im Palais des Nations, dem europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen (UN) in Genf als Korrespondent für Printmedien wie zum Beispiel der tageszeitung (taz) und „Die Presse“ sowie für den Rundfunk. Der 57-Jährige gilt als Experte auf den Gebieten des Völkerrechts, der Menschenrechtspolitik, der Sicherheitspolitik, der Rüstungskontrolle und internationaler Organisationen. Bekannt wurde er 2003 als Kritiker des dritten Golfkrieges. 2009 wurde ihm der Göttinger Friedenspreis verliehen. Und so war natürlich auch die Krise in Nahost ein Thema des Begleittages. Denn nach Aufständen in Tunesien, Ägypten, Libyen und Syrien droht jetzt ein Krieg gegen den Iran. Die Israeliten werfen der iranischen Regierung vor, heimlich Atomwaffen entwickelt und gebaut zu haben. Aber welche Auswirkungen hätte das auf uns? Zunächst einmal würde der Ölpreis drastisch in die Höhe steigen. Damit auch die Benzinpreise und das auf ein Maximum, das wir uns nicht vorstellen können. Auch der Konflikt zwischen den USA sowie China und Russland würde sich verschärfen und Barrack Obama wahrscheinlich die Wahlen im November gegen einen republikanischen Hardliner verlieren. Die eine Millionen-Euro-Fragen: Gibt es keine friedlichere Alternative? Und welche Rolle spielen wir (Deutschland) in allen Punkten? All diese Fragen wurden beim Bildungstag thematisiert, um dann doch immer wieder auf das „schwarze Gold“ zurückzukommen. Denn genau dieser kostbare Rohstoff war auch Auslöser der drei Golfkriege. „Der Beitrag der westlichen Welt an den Golfkriegen und Aufständen in Arabien war und ist die Unterstützung der Diktatoren in Saudi Arabien, im Irak und im Iran um den Rohölpreis so niedrig wie möglich zu halten“, erklärte Zumach.

Auch das im Internet in Rekordzeit bekannt gewordene Video „Kony 2012“ wurde vom Journalisten nicht verschont. Der Anführer der Lords Resistance Army terrorisierte jahrelang Uganda und erklärte der Regierung sogar den Krieg. Als Oppositionsführer entführte er mehrere tausend Kinder und bildete sie zu Soldaten aus. Darauf macht der Regisseur des Videos, ein junger Amerikaner namens Jason Russel aufmerksam. „Natürlich ist Kony ein Verbrecher und die Geschichte mit den Kindersoldaten schrecklich. Jedoch ist der Bürgerkrieg in Uganda seit langer Zeit zu Ende und Joseph Kony längst nicht mehr dort zulande. Aber was hat Uganda noch heute? Unmengen an Öl.“ Wikileaks, Günter Grass – der Experte hatte auf jede Frage seiner jungen Zuhörerschaft eine Antwort parat.  Zum Schluss gab er ihnen noch einen Rat mit auf den Weg: „Ich kann euch nur empfehlen, versucht präzise zu formulieren, aber schränkt eure Meinung niemals ein.“            

Kevin Schuon

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